Was das Altersvorsorgedepot kostet und wo der Kostendeckel greift
Auf einen Blick
Beim Altersvorsorgedepot fallen Kosten für Depot, Sparplan und Fonds an, später auch für die Auszahlung. Alle zusammen ergeben die Effektivkosten, eine Prozentzahl pro Jahr, mit der du Angebote vergleichst. Einen Deckel von 1,0 % gibt es nur im Standarddepot. Die ersten Anbieter nennen bislang Kosten zwischen null und 1,5% im Jahr. Verbindlich werden die Preise aber erst mit der Zertifizierung ab 2027.
Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 als staatlich geförderter Nachfolger der Riester-Rente. Du sparst darin in Fonds oder ETFs (börsengehandelte Indexfonds) und bekommst Zulagen vom Staat dazu. Auf die Erträge fallen in der Ansparphase keine Steuern an. Wie viel davon am Ende bei dir ankommt, hängt allerdings von den Kosten ab.
Welche Kosten beim Altersvorsorgedepot anfallen
Die Kosten verteilen sich auf mehrere Stellen. Manche siehst du als Euro-Betrag auf der Abrechnung, andere stecken im Fondspreis und fallen kaum auf. Die Übersicht zeigt, wo Geld abfließt.
| Kostenart | Was dahintersteckt | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Depot und Konto | Gebühr für die Verwahrung, als fester Betrag oder als Prozentsatz vom Depotwert | Viele angekündigte Angebote verzichten darauf, andere nehmen eine Servicepauschale in Prozent. |
| Sparplan und Orders | Gebühr je Sparplanausführung oder je Kauf und Verkauf | Feste Gebühren treffen kleine Sparraten besonders hart. |
| Fondskosten (TER) | Laufende Kosten des ETF oder Fonds. Sie gehen täglich vom Fondsvermögen ab und stehen im Basisinformationsblatt. | Breit gestreute Welt-ETFs gibt es für 0,2 % im Jahr und weniger. |
| Abschluss und Vertrieb | Vergütung für Vertrieb und Beratung | Muss künftig gleichmäßig über die gesamte Ansparphase verteilt werden. |
| Garantie | Bei der Variante mit 80- oder 100-Prozent-Garantie legt der Anbieter vorsichtiger an. Angeboten wird sie häufig von Versicherern. | Für diese Variante gilt kein Kostendeckel. |
| Auszahlphase | Kosten für den Auszahlplan oder die lebenslange Rente | Stehen gesondert im Produktinformationsblatt und nicht in den Effektivkosten. |
| Anbieterwechsel | Gebühr des alten Anbieters und Pauschale des neuen | Je höchstens 150 €, beim alten Anbieter nach fünf Jahren kostenfrei. |
Vor dem Abschluss bekommst du ein individuelles Produktinformationsblatt. Kosten, die der Anbieter dort nicht ausweist, musst du nicht zahlen (§ 7 Abs. 1 AltZertG). Einmal im Jahr schickt er dir außerdem eine Aufstellung der Kosten, die tatsächlich angefallen sind.
Wann welche Kosten anfallen
Die Effektivkosten messen die Kosten bis zum Auszahlbeginn. Nur für diese Zeit gilt auch der Kostendeckel des Standarddepots. Die Kosten der Auszahlphase weist der Anbieter gesondert im Produktinformationsblatt aus.
Effektivkosten, im Standarddepot höchstens 1,0 % pro Jahr
Abschluss
Jahr 1 bis 5Ab Jahr 6
bis zum AuszahlbeginnAuszahlbeginn mit 65 bis 70
Auszahlplan bis mindestens 85 oder lebenslange RenteLaufend in der Ansparphase
- Depot und Konto
- Sparplan und Orders
- Fondskosten (TER)
- Abschluss- und Vertriebskosten, gleichmäßig über die ganze Ansparphase verteilt
In der Auszahlphase
- Beim Auszahlplan laufen Depot- und Fondskosten weiter
- Bei einer lebenslangen Rente kommen die Kosten des Versicherers dazu
- Nicht in den Effektivkosten enthalten, gesondert im Produktinformationsblatt
- Wechsel zu einem anderen Anbieter zum Auszahlbeginn möglich
Wechsel in den ersten 5 Jahren
- Alter Anbieter höchstens 150 €
- Neuer Anbieter höchstens 150 € Pauschale
Wechsel ab Jahr 6
- Alter Anbieter kostenfrei
- Neuer Anbieter höchstens 150 € Pauschale
Erhöht dein Anbieter die Kosten, ist der Wechsel jederzeit kostenfrei. Kosten, die das Produktinformationsblatt nicht nennt, musst du nicht zahlen.
Effektivkosten zeigen alle Kosten in einer Zahl
Einzelne Gebühren lassen sich schlecht vergleichen. Ein Anbieter verlangt nichts fürs Depot, setzt aber teure Fonds ein. Ein anderer berechnet eine kleine Pauschale und bietet günstige ETFs. Damit sie dennoch vergleichbar sind, schreibt das Gesetz eine gemeinsame Kennzahl vor, die Effektivkosten.
Sie geben an, um wie viel alle Kosten zusammen deine jährliche Rendite bis zum Beginn der Auszahlung mindern. Das Bundesfinanzministerium nennt ein Beispiel. Bringt die Anlage 5 % vor Kosten und liegen die Effektivkosten bei 1,0 %, bleiben dir 4 %. Berechnet wird die Zahl nach derselben EU-Methode wie der Kostenindikator im Basisinformationsblatt eines Fonds. Ein Wirtschaftsprüfer muss mindestens alle drei Jahre bestätigen, dass sie stimmt.
Die TER eines ETF ist nur ein Teil davon, denn sie umfasst allein die Kosten des Fonds. Im Depot ohne Garantie, oft freies Depot genannt, wählst du die Fonds selbst. Dort rechnet das Produktinformationsblatt mit deiner Fondsauswahl zum Start. Tauschst du später die Fonds, ändern sich auch deine Kosten.
Hier findest du die Kosten vor dem Abschluss
Vergleichen kannst du schon vor dem Abschluss. Diese Unterlagen zeigen dir die Kosten.
| Unterlage | Was drinsteht | Wann du sie bekommst |
|---|---|---|
| Produktinformationsblatt | Alle Kosten deines Vertrags, zusammengefasst in den Effektivkosten, dazu die Kosten der Auszahlphase. Kosten, die hier fehlen, musst du nicht zahlen (§ 7 Abs. 1 AltZertG). | Individuell vor dem Abschluss. Ein Muster je Tarif muss der Anbieter öffentlich bereitstellen. |
| Basisinformationsblatt | Laufende Kosten (TER) des einzelnen Fonds oder ETF | Beim Anbieter oder bei der Fondsgesellschaft, vor dem Kauf |
| Preis- und Leistungsverzeichnis | Einzelgebühren des Anbieters, etwa je Order oder Sparplanausführung | Auf der Website des Anbieters |
| Jährliche Kosteninformation | Die Kosten, die im abgelaufenen Jahr tatsächlich angefallen sind | Einmal im Jahr vom Anbieter |
Laut Bundesfinanzministerium müssen Anbieter ihre Produktinformationen standardisiert an Dritte weitergeben, damit Vergleichsplattformen die Angebote nebeneinanderstellen können.
Der Kostendeckel gilt nur im Standarddepot
Das Standarddepot ist die einfachste Variante des Altersvorsorgedepots. Der Anbieter legt zwei Fonds fest, einen schwankungsarmen und einen chancenorientierten. Einige Jahre vor der Rente schichtet er automatisch in den schwankungsarmen Fonds um. Nur für diese Variante gilt der Kostendeckel. Die Effektivkosten dürfen höchstens 1,0 % im Jahr betragen (§ 2a Abs. 2 AltZertG). Im Regierungsentwurf standen noch 1,5 %, der Bundestag hat den Wert jedoch gesenkt. Mehrere der angekündigten Standarddepots liegen weit unter dieser Grenze.
Jeder Anbieter muss ein Standarddepot im Programm haben, ein eigenes oder das eines Partners. Daneben erlaubt das Gesetz ein Standarddepot eines öffentlichen Trägers. Dafür braucht es eine Verordnung der Bundesregierung. Die gibt es bislang nicht und einen Träger hat die Regierung noch nicht benannt.
Im freien Depot wählst du die Fonds selbst aus dem Angebot des Anbieters. Einen Deckel gibt es dort nicht, ebenso wenig bei den Varianten mit Garantie. Mit günstigen ETFs liegst du dort trotzdem oft deutlich unter 1,0 %. Angekündigt sind aber auch aktiv gemanagte Varianten mit bis zu 1,5 % im Jahr.
Was die Anbieter bisher ankündigen
Noch sind nicht alle Altersvorsorgedepots zertifiziert. Bis dahin sind alle Preise Ankündigungen, verbindlich wird erst das Produktinformationsblatt des zertifizierten Tarifs. Aus den bisherigen Angaben lassen sich drei Kostenmodelle ablesen (Stand: 16. Oktober 2026).
Meist Neobroker und Online-Banken
Null-Euro-Modell
0€
für Depot und Sparplan
Die Fondskosten ausgewählter ETFs werden erstattet, oft befristet auf ein bis fünf Jahre oder bis Ende 2027.
Prüfe
Was kostet es nach der Aktion? Im freien Depot fallen teils Ordergebühren an.
Meist Fondshäuser und Filialbanken
Pauschale in Prozent
0,10 bis 0,75%
pro Jahr im Standarddepot
Teils kommt ein fester Jahresbetrag dazu.
Prüfe
Steigt der Satz nach einer Einführungsphase?
Varianten mit Fondsmanagement
Aktiv gemanagte Fonds
0,8 bis 1,5%
pro Jahr
Mehr als 1,0 % ist nur außerhalb des Standarddepots möglich.
Prüfe
Rechtfertigt die Anlagestrategie den Aufpreis gegenüber einem günstigen ETF?
Stand: 16. Oktober 2026. Ankündigungen der Anbieter, verbindlich erst mit dem Produktinformationsblatt des zertifizierten Tarifs.
Beim Null-Euro-Modell kosten Depot und Sparplan nichts. Die Fondskosten ausgewählter ETFs werden oft für einige Jahre erstattet. Anbieter dieser Depots sind hauptsächlich Neobroker und Online-Banken. Das zweite Modell ist eine Pauschale in Prozent. Angekündigt sind hier 0,1 bis 0,75 % im Jahr für das Standarddepot, teils mit einem festen Jahresbetrag dazu. Dieses Modell wird meist von Fondsgesellschaften und Filialbanken angeboten, für die auch unser Anbietervergleich Kosten am oberen Ende der Spanne erwartet. Das dritte Modell sind aktiv gemanagte Fonds mit 0,8 bis 1,5 % im Jahr. Mehr als 1 % geht nur außerhalb des Standarddepots. Anbieter sind hier vornehmlich Versicherer, die Varianten mit Garantie planen. Viele nennen hier aber noch keine Preise.
Wie viel der Förderung die Kosten auffressen
Kosten wirken über Jahrzehnte wie ein Abschlag auf jeden Euro Rendite. Das betrifft auch die Zulagen, denn sie werden im Depot ebenfalls angelegt. Das Beispiel zeigt, wie viel vom Zulagen-Vorteil je nach Kostenquote übrig bleibt.
Rechenbeispiel über 30 Jahre mit Grundzulage
Du zahlst 150 € im Monat ein, also 1.800 € im Jahr. Dafür gibt es die volle Grundzulage von 540 €, im Modell 45 € pro Monat. Zusammen fließen 195 € monatlich ins Depot. Die Anlage bringt 6 % im Jahr vor Kosten, die Effektivkosten bleiben über die ganze Laufzeit gleich.
| Effektivkosten pro Jahr | Endkapital nach 30 Jahren | Weniger als bei 0,2 % | Anteil am Ertrag der Zulage |
|---|---|---|---|
| 0,2 % | 183.300 € | Basis | Basis |
| 0,5 % | 173.700 € | 9.600 € | 23 % |
| 1,0 % | 159.000 € | 24.300 € | 57 % |
| 1,5 % | 145.700 € | 37.600 € | 89 % |
| Zum Vergleich: ETF-Sparplan ohne Förderung, 150 € im Monat, 0,2 % | 141.000 € |
Vereinfachte Modellrechnung ohne Kinderzulage, Steuern und Kursschwankungen. In der Praxis fließt die Zulage einmal im Jahr. Die 6 % sind eine Annahme und keine Prognose.
Die Grundzulage bringt in diesem Beispiel bei 0,2 % Kosten rund 42.300 € zusätzliches Endkapital. So groß ist der Vorsprung vor dem ungeförderten Sparplan mit demselben ETF. Bei 1,0 % Effektivkosten schrumpft er auf rund 18.000 €. Mehr als die Hälfte des Vorteils ist weg. Bei 1,5 % bleiben rund 4.700 €, fast neun Zehntel sind aufgezehrt.
Was dich die Kosten kosten
Vergleiche zwei Angebote mit unterschiedlichen Effektivkosten. Die Grundzulage rechnet der Rechner aus deinem Eigenbeitrag.
Deine Annahmen
+ 540 € Grundzulage im Jahr
Annahme, keine Prognose.
Die beiden Angebote
Im Standarddepot höchstens 1,0 %.
Feste Gebühr je Sparrate, A und B
Nur falls der Anbieter pro Ausführung eine feste Gebühr nimmt.
Angebot A, 0,2 %
183.300 €Endkapital nach 30 Jahren
Angebot B, 1,0 %
159.000 €Endkapital nach 30 Jahren
Unterschied
24.300 €entspricht 57 % dessen, was die Zulage bei Angebot A einbringt
Angebot A bringt dir nach 30 Jahren rund 24.300 € mehr. Du zahlst selbst 54.000 € ein, die Grundzulage beträgt zusammen 16.200 €.
Modellrechnung mit monatlicher Einzahlung und gleichbleibenden Effektivkosten. Die Grundzulage (50 % auf die ersten 360 € im Jahr, 25 % auf weitere Beiträge bis 1.800 €, ab 120 € Eigenbeitrag) ist vereinfacht monatlich eingerechnet; in der Praxis fließt sie einmal im Jahr. Kinderzulage, Berufseinsteigerbonus, Steuern und Kursschwankungen sind nicht berücksichtigt. Mehr zur Förderung.
Gratis-Angebote und kleine Sparraten richtig einordnen
Befristete Erstattung der Fondskosten
Mehrere Anbieter werben damit, die Fondskosten in den ersten Jahren zu erstatten. Der Effekt bleibt klein, weil zu Beginn kaum Geld im Depot liegt. Im Beispiel oben sind es nach einem Jahr rund 2.400 € und nach fünf Jahren rund 13.500 €.
Werden 0,2 % Fondskosten fünf Jahre lang erstattet, hast du nach 30 Jahren nur etwa 270 € mehr. Ein Angebot, das dauerhaft 0,1 Prozentpunkte günstiger ist, bringt dagegen rund 3.300 €. Steigen die Kosten nach fünf Gratisjahren auf 0,3 %, liegst du am Ende sogar rund 2.900 € hinter dem Angebot mit dauerhaft 0,2 %.
Entscheidend ist also der Preis nach der Aktion. Ein Gratis-Angebot kann trotzdem aufgehen, wenn du später wechselst. Nach fünf Jahren ist der Wechsel kostenfrei, der Neue darf bis zu 150 € Pauschale nehmen. Das kann mehr als die Hälfte des Vorteils aus fünf Gratisjahren aufzehren.
Was Gratisjahre wirklich bringen
Mehr oder weniger Endkapital nach 30 Jahren im Vergleich zu einem Angebot mit dauerhaft 0,2 % Effektivkosten. Annahmen: 195 € im Monat inklusive Grundzulage, 6 % Rendite vor Kosten.
danach 0,2 % wie das Vergleichsangebot
0,1 % über die ganze Laufzeit
ab Jahr 6 dann 0,3 %
Gratisjahre bringen wenig, weil am Anfang kaum Kapital im Depot liegt. Nach einem Jahr sind es rund 2.400 €, nach fünf Jahren rund 13.500 €. Vereinfachte Modellrechnung ohne Steuern und Kursschwankungen.
Feste Gebühren bei kleinen Raten
Eine feste Gebühr pro Sparplanausführung wiegt umso schwerer, je kleiner die Rate ist. Nimm 1,50 € als Beispiel. Bei 150 € im Monat sind das 1 %, bei 50 € schon 3 %. Wer nur den Mindestbeitrag von 10 € im Monat einzahlt, verliert 15 % jeder Rate.
Über das Jahr kosten die Gebühren dann 18 €. Das sind 30 % der Grundzulage von 60 €, die auf 120 € Eigenbeitrag entfallen. Nutzt du mit kleinen Beträgen die hohe Förderquote von 50%, fährst du mit einem Sparplan ohne feste Gebühr deutlich besser.
Kosten in der Auszahlphase
Die Effektivkosten erfassen nur die Zeit bis zum Beginn der Auszahlung. Was danach anfällt, steht gesondert im Produktinformationsblatt. Vor dem Rentenbeginn, frühestens zwei Jahre davor, muss dich der Anbieter noch einmal schriftlich über diese Kosten informieren.
Beim Auszahlplan bleibt das restliche Kapital angelegt. Laufende Kosten für Depot und Fonds können deshalb auch nach dem Rentenstart weiterlaufen. Wählst du eine lebenslange Rente, kommen die Kosten des Versicherers dazu.
Rechenbeispiel Auszahlplan von 65 bis 85
Aus 150.000 € werden bei 3,0 % Rendite nach Kosten rund 829 € im Monat. Liegen die Kosten 0,8 Prozentpunkte höher, bleiben 2,2 % und rund 772 €. Das sind 57 € weniger pro Monat oder rund 13.800 € über 20 Jahre, jeweils vor Steuern.
3,0 %
829€
im Monat
2,2 %
772€
im Monat
Zum Beginn der Auszahlung darfst du den Anbieter wechseln, etwa zu einem reinen Auszahlungsprodukt. Dort fließt das übertragene Kapital vollständig in die Auszahlung. Hole dir deshalb rechtzeitig vor dem gewünschten Start Vergleichsangebote ein.
Was ein Anbieterwechsel kostet
Du kannst dein Depot mit drei Monaten Frist zum Quartalsende kündigen und das Kapital zu einem anderen Anbieter übertragen lassen. In den ersten fünf Jahren nach Abschluss darf der alte Anbieter dafür höchstens 150 € berechnen, danach ist der Wechsel kostenfrei (§ 1 Abs. 1 AltZertG). Kostenfrei ist er auch, wenn dein Anbieter die Kosten erhöht. Eine Erhöhung muss er dir mit vier Monaten Vorlauf zum Quartalsende ankündigen.
Der neue Anbieter darf auf das übertragene geförderte Kapital keine Abschluss- und Vertriebskosten berechnen. Erlaubt ist eine einmalige Verwaltungspauschale von höchstens 150 €. Weil Abschlusskosten künftig über die ganze Ansparphase verteilt werden, zahlst du sie beim Wechsel nicht doppelt. Beim Wechsel von Riester ins Altersvorsorgedepot zählt zusätzlich, was der alte Vertrag beim Ausstieg berechnet.
Kosten im Vergleich mit ETF-Sparplan und Riester
| Altersvorsorgedepot | ETF-Sparplan ohne Förderung | Riester-Fondsvertrag | |
|---|---|---|---|
| Gesetzlicher Kostendeckel | 1,0 % Effektivkosten im Standarddepot, sonst keiner | keiner | keiner |
| Abschluss- und Vertriebskosten | gleichmäßig über die gesamte Ansparphase verteilt | keine gesetzliche Vorgabe | dürfen auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt werden |
| Kosten beim Anbieterwechsel | alter Anbieter höchstens 150 €, nach fünf Jahren kostenfrei; neuer Anbieter höchstens 150 € | keine gesetzliche Vorgabe | alter Anbieter höchstens 150 € |
Bei den günstigsten Angeboten liegt das Vorsorgedepot auf dem Kostenniveau eines normalen ETF-Sparplans bei einem Online-Broker. Dazu kommen die Zulagen und die Steuerfreiheit in der Ansparphase. Dafür ist das Geld gebunden. Holst du es vor der Rente heraus, musst du Zulagen und Steuervorteile in vielen Fällen zurückzahlen.
Bei Riester sah die Lage anders aus. Die Bundesregierung nennt in der Begründung zur Reform die teilweise hohen Kosten und geringen Renditen als Grund dafür, dass die Verträge an Zuspruch verloren. Zahlreiche Anbieter zogen sich laut Begründung sogar zurück, weil sie die vorgeschriebene Beitragsgarantie nicht mehr erwirtschaften konnten.
Von unseren Kunden
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Ich war zuerst skeptisch ob mir das etwas bringt und wie seriös das ganze wirklich ist. Das Gespräch war aber besser als erwartet. Keine langen Vorträge, sondern klare Hinweise und eine ehrliche Einschätzung. Die kurzfristigen Termine waren für mich wichtig. Die Fördermöglichkeiten die mir gezeigt wurden waren nach den Erklärungen wirklich sinnvoll. Bin froh euch gefunden zu haben.
Anonym
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